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Die Fahrt belarussischer Jugendlicher in die Sächsische Schweiz

In Berlin erwartete ich zwölf belarussischen Jugendliche aus Posen und Breslau, welche gemeinsam mit ihren Eltern ihr Heimatland Belarus im Zuge der dortigen Proteste im Jahr 2020 verlassen mussten. Von dort aus fuhren wir dann gemeinsam weiter über Dresden in die Sächsische Schweiz, ich sollte zwischen Deutsch und Russisch übersetzen. Ziel war die Herberge in Bahra, wo wir für die Dauer unseres Aufenthalts untergebracht waren. Organisiert wurde die Fahrt vom Verein „Gemeinsam in die Zukunft“, welcher sich schon seit etwa. 25 Jahren für Belarussen engagiert, in Kooperation mit unserem Verein „Mara“.

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Die Unterbringung auf dem weitläufigen Herbergsgelände im Grünen, samt eigenen Naturbadegelände, war allemal idyllisch. Wenngleich das Herbergsgelände schon selbst spannende Aktivitäten ermöglichte, gerade die Kajaks auf dem Naturbadegelände waren unter den Jugendlichen außerordentlich beliebt und wurden selbst nach den langen Exkursionen genutzt. Daneben boten das Fußball- und Volleyballfeld, ebenso wie die Tischtennisplatten reichlich Möglichkeiten sich zu betätigen. Wie bereits angesprochen waren wir mit den Jugendlichen, von denen die jüngste zehn Jahre zählte und der älteste achtzehn Jahre, auch auf vielen Exkursionen, nachdem wir am ersten Tag noch Bahra und das Herbergsgelände erkundet haben. Zu unserem Glück konnte dann auch noch für den zweiten Tag unseres Aufenthalts das Waldbetretungsverbot (aufgrund der Waldbrände) aufgehoben werden, sodass wir die wenigen Kilometer zum Freibad eines Nachbarortes laufen konnten. Weitere Programmpunkte waren der Stadtausflug nach Pirna, inklusive anschließendem Besuch einer Kletterhalle, eine Wanderung durch die Sächsische Schweiz, samt Fahrt mit Ruderbooten und auch ein Besuch von Dresden und seinem Zoo.

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Die belarussischen Jugendlichen verlebten eine sehr schöne und unbeschwerte Zeit. Es war offensichtlich, wie wohl sie sich fühlten, ein Mädchen meinte gar scherzhaft, es wolle schon nicht mehr von hier weg. Auch die Personen, die uns dort betreut, bekocht und herumgeführt haben, hatten die Jugendlichen schnell ins Herz geschlossen, ebenso umgekehrt. So gab es zum Abschied viele Umarmungen und die Mädchen machten sich sogar die Mühe, am Abend davor ein Bild zu malen und einen Blumenstrauß zusammenzustellen, den sie ihnen dann als Abschiedsgeschenk übergaben.

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Wenngleich die schöne Atmosphäre kaum Raum für trübe Gedanken ließ, sind damit die traumatischen Erlebnisse aus den Massenprotesten in Belarus bei den Jugendlichen nach wie vor da. Viele mussten damals um Familienangehörige, oft die Eltern bangen, die inhaftiert wurden. Ein damals Sechzehnjähriger wurde während der Protest, damals selbst schwer am Arm verletzt und daraufhin inhaftiert. Diese Geschichten interessierten auch den Bürgermeister von Bad Gottleuba-Berggießhübel, welcher uns in der Herberge eines Nachmittags besuchte, um mit den Jugendlichen über ihre Erlebnisse und ihre aktuelle Situation ins Gespräch zu kommen.

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Der Bürgermeister erzählte auch etwas von sich, mit Interesse hat man gerade seiner Schilderung, wie er auf fairem und demokratischem Wege ins Amt kam, gelauscht. Vor allem wollte er aber wissen, wie die Jugendlichen in Polen untergekommen sind, wie sie mit den polnischen Schulen zurechtkommen und was sie später einmal beruflich werden wollen. Auch nach ihren Erfahrungen im Zuge der Proteste 2020 fragte er, was verständlicherweise manche jedoch nur unter Tränen wiedergeben konnten.

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Alles in allem bin ich mir sicher, dass die belarussischen Jugendlichen noch lange mit Freude auf diese Woche zurückblicken werden und auch viele wichtige Erfahrungen mitgenommen haben, für die Zeit, wenn sie dereinst als freie Bürger nach Belarus zurückkehren können.

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Alexander Surigin von MARA

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